Virtual Reality – Ein Hype an dem sich die Geister scheiden.

Während die einen Virtual Reality als das „Next Big Thing“ beschwören und ihm eine goldene Zukunft prophezeien, amüsieren sich andere bei Youtube über Menschen, die mit riesigen, klobigen VR-Brillen ausgestattet, im heimischen Wohnzimmer über ihre eigenen Kabel stolpern und ganze Schrankwände mit zu Boden reißen. Teure Hardware, unausgereifte Software und komplizierte Handhabung, das sind die Argumente mit denen sich VR-Kritiker bewaffnen. Doch wie sieht die Zukunft von VR wirklich aus?

Ein differenzierter Blick von Co-Impulse soll die Möglichkeitsräume aufzeigen:

 

Es gibt viele Einsatzgebiete – die sich lohnen

Als erstes muss man der VR-Technologie zugestehen, dass sie – obwohl sie noch in den Kinderschuhen steckt – bereits jetzt eine beeindruckende Breite an Einsatzgebieten erschlossen hat. Stellen Sie sich vor, dass Sie Ihre Produkte Ihren Kunden in Zukunft nicht mehr auf einem Blatt Papier, einem staubigen Bildschirm oder einem 7 Zoll Tablet präsentieren müssen, sondern den Kunden mitnehmen können, in eine 360° Welt, in der das Produkt zum berauschenden Erlebnis wird. Aus der Werbekampagne wird ein kundenspezifisches, interaktives Abenteuer, aus dem langatmigen Onboarding-Vortrag für neue Mitarbeiter eine immersive Marken-Erlebniswelt.

In der virtuellen Welt ist es Ihnen möglich, Situationen so zu transportieren, dass der Kunde diese tatsächlich nachempfinden kann. Sie können in einem 360° Video hautnah vermitteln, wie es sich anfühlt, inmitten einer Elefantenherde zu spazieren, durch einen Canyon zu fliegen oder – ein wenig anwendungsnäher – auch ein Beratungsgespräch ortsunabhängig zu einem echten Erlebnis machen. Schaffen Sie realitätsübergreifende Erlebnisse indem der Kunde in der echten Welt im Reisebüro bei der Beratung einen Cocktail trinkt und in der virtuellen Welt gemütlich am Strand liegt. Gestalten Sie Ihre Seminare künftig als Erlebniswelten. Machen Sie aus komplexen Inhalten eine spannende Reise und erzeugen Sie so einen nachhaltigen Lerneffekt.

Möglichkeiten, die Kundenbegeisterung sowie emotionale Momente erzeugen und durch ihre Intensität zu einem nie dagewesenem Engagement des Kunden führen.

Und das Beste daran: Diese Beispiele sind keine Zukunftsmusik, sondern Use Cases, mit denen bereits jetzt experimentiert wird, oder die sich sogar schon im Einsatz befinden.

 

Die Skills, die wir für den Einsatz brauchen

Die Rufe nach VR-Erlebnissen sind inzwischen unüberhörbar laut geworden. Doch nur wenige Unternehmen räumen ihren Mitarbeitern die nötige Zeit ein, sich in die neue Software und Hardware einzuarbeiten. Eine Fehlentscheidung, denn der zeitliche Invest würde sich auszahlen. Je immersiver das durch die Technologie bereitgestellte Erlebnis, desto komplexer und zeitintensiver gestaltet sich auch die Bereitstellung.

Dabei würde es für den Einstieg reichen, sich auf ein Framework, eine Technologie zu konzentrieren, um damit in ein schnelles Prototyping zu gehen. Entwickler, die beispielsweise schon Erfahrung mit der Unity 3D Engine, Unreal Engine oder WebVR haben, brauchen im Grunde nur noch ein VR-Headset-Kit und Zeit und Geduld. Im Notfall würde sogar ein Google Cardboard reichen, um erste Erfahrungen im VR-Coding und – vor allem – im Testing zu sammeln. Denn eines ist auch in der Virtuellen Welt unabdingbar: Ein umfassender Test nach der Coding-Phase.

Um relevante Inhalte zu generieren, machen Sie sich bewusst welches Ziel sie mit dem Einsatz von VR verfolgen. Überlegen Sie welches Format Sie verwenden wollen. Möchten Sie ein 360° Video drehen, eine Anwendung entwickeln oder auch einen interaktiven Raum gestalten. Seien Sie kreativ und generieren Sie im ersten Schritt einfach Ideen. Behalten Sie auch immer die zentrale Frage im Kopf was der Kunde erleben möchte. Werden Sie dann konkreter und visualisieren Sie Ihre Idee, bauen Sie einen Prototypen den Sie Ihrer Zielgruppe vorstellen und holen Sie sich Feedback ein.

Funktionierende Geschäftsmodelle existieren bereits

Als erstes ist hier das offensichtliche Geschäftsfeld der VR-Spiele zu nennen, für das die Technologie bereits seit einiger Zeit genutzt wird. Doch abgesehen von den Spieleentwicklern, die dafür sorgen, dass wir als Batman durch virtuelle Hochhäuser-Welten fliegen können, haben auch Unternehmen jenseits der Spiele-Industrie pragmatische Anwendungsfelder von VR für sich entdeckt.

FinTechs beginnen bereits, den großen Mehrwert von VR zu erkennen und nutzen die Technologie dazu, den Menschen Einblicke in sonst unüberblickbar komplexe Zusammenhänge zu verschaffen.

Data Visualization ist hier das Stichwort.

Im Finanzsektor sind sowohl Unternehmen und Kunden darauf angewiesen, komplexe Zusammenhänge von riesigen Datenströmen, Algorithmen und Kursentwicklungen zu verstehen und zu analysieren. VR ermöglicht es hier, Visualisierungsräume zu erschaffen, die weit über das hinausgehen, was an einem Computerbildschirm darstellbar ist.

Aber nicht nur im Finanzsektor, sondern auch für Bildung, Befähigung, Projektmanagement und Meetingkultur kann die Technologie eine Schlüsselrolle einnehmen, sei es mit Immersive Learning Programmen, ortsunabhängigem Coaching oder virtuell betretbaren Meeting-Rooms.

Ein weiteres Feld, das auch von deutschen Unternehmen bereits bespielt wird, ist der Einsatz von VR-Welten als Product Showroom, Product Configurator oder als betretbare VR-Geschäftsstelle.

 

…und welche Unternehmen nutzen es in der Praxis?

Obwohl die Technologie noch jung ist, beschäftigen sich schon eine fast unüberblickbare Zahl an Unternehmen mit deren praktischer Implementierung. Wie so oft, führt der erste Blick nach San Francisco, USA. Salesforce nutzt Oculus Rift und hat bereits eine VR-Lösung zur Datenvisualisierung und –analyse um Einsatz. Citi experimentiert mit der Microsoft HoloLens in einem ähnlichen Kontext.

Doch auch in Deutschland ist die Technologie bereits angekommen. Volkswagen rollt mit dem Volkswagen Digital Reality Hub eine Plattform zur ortsunabhängigen Zusammenarbeit aus. Und auch die Sport- und Fitnessbranche spielt an forderster Linie mit:  Adidas nutzt VR in der World Of Sports VR, um Konzepte zu visualisieren und betretbar zu machen. Selbst IKEA wirbt bereits mit einer Virtual-Reality-Küche. Und auch im Finanzsektor ist die Technologie angekommen. Einige Sparkassen nutzen die künstliche Wirklichkeit inzwischen, um Beratungsgespräche für ihre Kunden in der virtuellen Welt erlebbar zu machen.

Die Vielzahl an Unternehmen, die sich mit VR beschäftigen, zeigt das große Potential, das in der Technologie steckt – auch wenn die Entwicklungskosten zur Erschaffung der immersiven Erlebnisse nicht zu unterschätzen sind.

 

Man muss mit Kosten rechnen – als User und als Unternehmen

Keine Frage, neue „angesagte“ Technologien kosten Geld. Doch hierbei kommt gerade der Enduser noch verhältnismäßig günstig weg: Während sich hochwertige VR-Hardware zwischen 600 Euro und 900 Euro bewegt, sind die Kosten zur Erzeugung der intensiven VR-Erlebnisse ungleich teurer. Für die Beauftragung einen 360° immersiven Kurzvideos bei einem Dienstleister fallen schnell für Konzeption, Storyboard, Animation, Mastering und Postproduktion Kosten zwischen 15.000 Euro und 30.000 Euro an. Geht es gar um eine VR-App, ein Spiel oder einen längeren Film, wachsen die Kosten exponentiell. Dennoch lohnt sich die Beschäftigung mit der VR-Technologie sowohl für User als auch Unternehmen, denn der zu erwartende Markt ist gewaltig:

Die Anzahl der Nutzer für Virtual Reality soll sich im Jahr 2020 weltweit auf 24 Millionen belaufen. In Deutschland soll der Umsatz im Jahr 2020 auf über 1 Milliarde ansteigen.

 

Sollten Sie diesen Markt schon jetzt für sich erschließen wollen, dann planen Sie für die Entwicklung genügend Zeit ein. Von der Idee bis zum umgesetzten Produkt ist es ein längerer Weg, bei dem es jedoch Spaß macht, ihn zu beschreiten und der am Ende mit einem beeindruckenden Ergebnis belohnt. Virtual Reality kommt mit einer gewaltigen Anwendungsvielfalt.

Nutzen Sie die Chancen, die Virtual Reality bietet und schaffen Sie für Ihr Unternehmen und Ihre Kunden ein unvergessliches immersives Erlebnis!

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